Vorraussetzungen für den Zughundesport

 

 

 

 

 

Den Zughundesport kann prinzipiell jeder Hund machen, der Zugarbeit leisten kann, unabhängig von der Rasse. Während sich in der Rennszene und als Arbeitshunde bestimmte Typen herausgebildet haben, sind viele Hunde in der Lage, im Freizeitbereich gute Leistungen zu erbringen. Es gibt einige Kriterien, die einen Hund von der Zugarbeit ausschließen. Grundsätzlich muss das Tier natürlich frei von Kardiovaskulären Erkrankungen sein. Fast alle Formen von angeborenen Defekten des Bewegungsapparates, wie Ellenbogendysplasie, Spondylosen schließen eine Belastung wie sie im Zughundesport vorkommt aus. Hunde die an einer Hüftgelenksdyplasie leiden, können unter Anleitung eines Physiotherapeuten/in eine deutliche Verbesserung/Schmerzlinderung durch gezielten Muskelaufbau erreichen. Verletzungsbedingte Veränderungen wie Frakturen oder Sehnenerkrankungen müssen vollkommen ausgeheilt sein.
Rassen mit extrem kurzen oder krummen Beinen sind kaum zum Laufen geeignet, dennoch können sie leichte Zugarbeit wie im Canicross oder Bikejöring leisten. Auch extrem große und schwere Moloser Artige Hunde bieten sich für die Zugarbeit an. Diese Hunde sollten nicht vor den Dogscooter oder das Bike gespannt werden, eignen sich aber Wunderbar für die Arbeit an der Kutsche oder an dem Sacco Cart. Der Hund muss eine gewisse Grundfitness besitzen. Dies bedeutet, dass hochgradig adipöse Tiere über eine angepasste Fütterung und anderweitiges Training, wie freies Laufen am Rad, auf die eigentliche Zughundearbeit erst vorbereitet werden müssen. Ein stark übergewichtiger Hund wird ansonsten im Bewegungs- und Herz-Kreislauf-Apparat, aber auch mental überfordert.

Besonders zur Zugarbeit geeignet sind also Hunde, die folgende Eigenschaften aufweisen:
• Laufwille – Der Hund läuft gerne frei am Rad oder bei Spaziergängen, geht ausdauernd voraus oder auf und ab.
• Laufkraft – Der Hund bewegt sich beim Rennen und Spielen mit Energie.
• Jagdleidenschaft -Wenn ein Hund gern seinem Spielzeug, einer Ersatzbeute oder einem Familienmitglied hinterher rennt, kann diese Eigenschaft gut für das anfängliche Training ausgenutzt werden.
• Erziehung – Der Hund muss auch im größten Feuereifer noch zu lenken und zu beeinflussen sein.